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Schlafapnoe - eine „Steigerung“ des Schnarchens (Fortsetzung)

Relevante Apnoen und Hypopnoen sind die, die länger als 10 sec. andauern und oft einen Sauerstoffabfall mit sich ziehen, wie auch die Beanspruchung des Herzkreislaufsystem. Diese Apnoen und Hypopnoen rufen meistens eine kurze Weckreaktion des Hirnes (Microarousal) hervor, was lebensrettend ist.
Dadurch kommt es zur Erhöhung der Spannung aller Körpermuskeln, auch im Mund-Rachenbereich, so das die Atmung wieder einsetzen kann und kein Ersticken möglich wird. Der „Preis“ dafür ist aber ein „zerhackter“ Schlaf mit Verminderung der Anteile vom Tief-, und REM-Schlaf im Gesamtschlaf.

Nicht nur das Hirn wird aktiv, es wird der gesamte Körper aktiviert, da es sich um ein äußerst stressiges und lebensgefährliches Ereignis handelt. Alle Muskeln spannen sich wieder an wie im Wachzustand, das Herz schlägt schneller (Adrenalinausschüttung) und fangt manchmal zu stolpern an, der Blutdruck steigt kurz auf teilweise sehr hohe Werte an. Der Schläfer wacht dabei meistens nicht auf, er wird nur aus tieferem Schlaf in ein leichteres Schlafstadium („kurz vor dem aufwachen“) versetzt. Deshalb merkt er nichts von den Vorgängen.

Der Schlaf an sich ist dabei meistens gesund, aber der normale Ablauf kommt nicht zustande, weil man viel zu häufig (mehrere Hunderte Male in einer Nacht) um die Luft kämpft. Diese Ereignisse werden von den Betroffenen nicht wahrgenommen, sondern meistens von Bettpartner.
Zusätzlich zum lauten und unregelmäßigen Schnarchen werden häufig Atempausen beobachtet. Die können im Extremfall weit über eine Minute lang andauern. Beendet werden die Apnoen mit einigen tiefen und lauten Atemzügen mit Schnarchen, oft auch mit Körperbewegungen des Schläfers (Arousal).

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